Kommunahlwahl 2020

Morten Faust FDP

FDP Weilheim-Schongau zur Kommunalwahl 2020

Auf dieser Seite halten wir Sie zu unseren Themen und Kandidaten zur Kommunalwahl 2020 in Bayern auf dem Laufenden. Erstmals stellt der FDP-Kreisverband Weilheim-Schongau mit Morten Faust einen eigenen Landratskandidaten.

Wenn Sie wissen wollen, mit welchen Themen die FDP Weilheim-Schongau unseren Landkreis fit für die Zukunft machen will, können Sie unser Wahlprogramm auf dieser Seite durchstöbern oder über den folgenden Link herunterladen.

Wahlprogramm zum Herunterladen

Wahlprogramm der FDP für den Landkreis Weilheim-Schongau

Für ein nachhaltiges Wachstum in Weilheim-Schongau

Leitbild

Die FDP Weilheim-Schongau setzt sich ein für ein nachhaltiges Wachstum im Landkreis, für die Förderung von Arbeit, Standorte für die erneuerbare Energieerzeugung und Klimaschutz. Dazu benötigt es eine bessere Verkehrsinfrastruktur sowie leistungsfähige und flächendeckende Telekommunikationsnetze.                         

Präambel

Weilheim-Schongau liegt südlich des wirtschaftlich erfolgreichen und expansiven Ballungsgebiets München und ist damit unweigerlich dem Druck des Zuzugs von Menschen und dem damit einhergehenden hohen Bedarf nach Wohnungen, Mobilität und sozialen Einrichtungen ausgesetzt. Die FDP steht für ein maßvolles Wachstum ein. Wir wollen die Chancen für den Aufbau neuer bzw. zusätzlicher Arbeitsplätze in unserem Landkreis nutzen, um das verkehrsintensive Pendeln überflüssig zu machen. Dabei hilft auch die Schaffung von „Home Office“ – Arbeitsplätzen und Co-Working-Spaces. Wir räumen dem Klimaschutz einen hohen Stellenwert ein, möchten jedoch Innovationen und Erfindergeist nutzen, um unseren Wohlstand zu erhalten und Mobilitätswende und Energiewende mit Augenmaß und Verstand voranzutreiben.

Auch wenn vieles in der großen Politik und der Wirtschaft entschieden wird, so können wir als Landkreis durch den gezielten Ausbau von Verkehrs- und Datennetzen und eine Politik der Nachhaltigkeit einen wichtigen Beitrag leisten.

Klima

Bundesregierung und Bundesrat haben mit dem Klimapaket und seinem Kern, der CO2-Bepreisung, den Weg für eine langfristig angelegte Reduktion klimaschädlicher Treibhausgase geebnet. Mit Nachbesserungen könnten damit die Pariser Klimaziele auf nationaler Ebene erreicht werden.

Aus der Sicht der FDP ist diese Politik zu wenig marktwirtschaftlich und zu sehr auf bürokratische Regelungen ausgerichtet. Wir werden den Klimawandel nur mit internationaler Zusammenarbeit und dem Einsatz innovativer Lösungen bewältigen.

Bürger und Unternehmen werden sich auf höhere Preise für Konsum- und Produktionsgüter einrichten müssen, dort wo ein höherer CO2-Fußabdruck im Produkt oder in der Dienstleitung vorhanden ist. Die Lenkungswirkung des CO2-Preises tritt ein, sobald Produkte auf dem Markt günstiger werden, die mit CO2-neutraler oder generell weniger Energie erzeugt werden.

Mit einem höheren CO2-Preis wird es außerdem für Private und Unternehmen attraktiver, in erneuerbare Energieträger zu investieren.

Obwohl diese Prozesse auf  volkswirtschaftlicher Ebene ablaufen, können wir im Landkreis Rahmenbedingungen schaffen, um einen positiven Verlauf der Energiewende, der Mobilitätswende und des technologischen Fortschritts zu befördern.   

Wir fordern, dass alle vom Kreistag zu treffenden Beschlüsse auf Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit überprüft werden. Die Verwaltung muss beauftragt werden, hierzu einen Kriterienkatalog zu erarbeiten. Die Beschlussvorlagen der Verwaltung müssen künftig auch die Kosten dafür auflisten.

Energie

Wir unterstützen das Ziel der Energiewende Oberland und des Projekts INOLA (Innovationen für ein nachhaltiges Land‐ und Energiemanagement auf regionaler Ebene), bis 2035 unabhängiger von fossilen Energieträgern zu werden und damit 100% des Bedarfs an Energie aus regenerativen Energieträgern der Region Oberland zu decken. Allerdings fordern wir, dass über den Zielerreichungsgrad jedes Jahr berichtet werden muss. Wir fordern zudem, dass in den Einschätzungen die zu erwartende größere Anzahl E-Autos und die häufigere Nutzung von Bus und Bahn berücksichtigt werden muss.

Um die Ziele für 2035 erreichen zu können, müssen im Landkreis Flächen für erneuerbare Energieanlagen ausgewiesen werden. Diese baulichen Veränderungen werden Auswirkungen auf Mensch, Landschaft und Natur haben und müssen daher in einem breit angelegten Bürgerbeteiligungsverfahren ergebnisoffen diskutiert werden..

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Erreichung des 2035-Ziels ist die Unterstützung privater Haushalte und Unternehmen bei der energetischen Sanierung bestehender und neuer Gebäude sowie der Investition in Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen. Zudem fordern wir, dass der Landkreis Anlagen zum Betrieb von Nahwärmenetzen aus regenerativen Energieträgern in seinen eigenen Liegenschaften errichtet

Wir unterstützen außerdem die Fortführung und Weiterverbreitung der Energieeffizienznetzwerke als eine Maßnahme, Unternehmen über praktische Klimaschutzmaßnahmen aufzuklären und sie umzusetzen.

Wir wollen, dass der Landkreis auch weiterhin Anlaufstelle für Private und Gewerbetreibende ist, die Beratungsbedarf hinsichtlich der Finanzierung und staatlichen Förderung von energetischen Gebäudesanierungs- und modernisierungsmaßnahmen haben. Dazu setzt der Landkreis auf von der DENA (Deutsche Energie Agentur) zugelassene Energieberater.

Der Landkreis und seine Gemeinden als Eigentümer öffentlicher Gebäude müssen vordringlich die Potentiale zur Energiegewinnung und -einsparung an ihren eigenen Liegenschaften ausschöpfen:

  • Ausweisung und Aufbau von Photovoltaik-Anlagen auf sämtlichen Gebäuden und Freiflächen inklusive Schulen, Kindergärten, Stadtwerken, Wertstoffhöfen, Krankenhäusern usw.
  • Ausstattung und energetische Sanierung derselben Gebäude auf ein Niveau, das mindestens dem Neubaustandard entspricht, sowie Untersuchung weitergehender energetischer Maßnahmen und Umsetzung, wo diese sinnvoll sind.
  • Austausch der kommunalen Fahrzeugflotten inklusive der Busse des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) durch Elektro- bzw. wasserstoffgetriebene Fahrzeuge

Mobilität

Schon heute platzt die Verkehrsinfrastruktur aus allen Nähten. Ohne eine Modernisierung und den Ausbau der heute lückenhaften Schieneninfrastruktur im Kreis werden wir die Menschen nicht zum Umstieg auf die Bahn bewegen können. Beim zweigleisigen Ausbau von Bahnstrecken, der Ergänzung der Haltestellen und der Reaktivierung der Fuchstalbahn (die die FDP seit über 20 Jahren fordert) geht es darum, Probebetrieb und neue Techniken (z.B. hybride Triebwagen) zu etablieren, die aus Landes- und Bundesmitteln gefördert werden. Die Empfehlungen des Strukturgutachtens Oberland insbesondere hinsichtlich querender Busverbindungen sind zeitnah umzusetzen.

Forderungen
Ausbau der vorhandenen Schieneninfrastruktur
  1. Weitgehender zweigleisiger Ausbau, Elektrifizierung und technische Ertüchtigung von Streckenabschnitten auf Werdenfelsbahn, Kochelseebahn und der Pfaffenwinkelbahn, um ein besseres Angebot (umsteigefreie Verbindungen mindestens Halbstundentakt) zu ermöglichen sowie
  2. zusätzliche Haltestellen, z. B. ggfs. Polling und Wilzhofen/Wielenbach
  3. Probebetrieb der Fuchstalbahn (Strecke Schongau – Landsberg)
  4. Reduzierung der überzogenen Auflagen der Reisendenzahlen
Kooperation mit dem MVV

Der Beitritt zum MVV wird angestrebt, darf aber nicht zu übermäßig starken und damit nicht mehr tragbaren Belastungen für den Landkreis führen, die über die Kreisumlage die einzelnen Kommunen über Gebühr belasten würden.

Des Weiteren darf der Beitritt nicht zu einer Wettbewerbsverzerrung für bestehende Verkehrsbetriebe führen, die im Landkreis operieren.

Wir fordern, dass der Landkreis daher folgende Schritte unternimmt:

  1. Herstellung einer Tarifgemeinschaft zwischen MVV und lokalen Betrieben (Ziel: mit einem Ticket oder einer Zeitkarte jeden Ort innerhalb des MVV zu erreichen)
  2. Abgestimmter gemeinsamer Fahrplan sowie Anschlusssicherung an den Haltestellen innerhalb des Kreises, so dass die Busse mit den Bahnen abgestimmt sind.
  3. Gemeinsames Fahrgastinformationssystem
  4. Harmonisierung aller ÖPNV- Verkehre: Die Bayerische Eisenbahn GmbH soll auf allen Bahnstrecken im Landkreis die Frequenzen über den ganzen Tag auf mindestens einen 1 Stunden-Takt, und dort , wo das schon implementiert ist auf einen 1/2 Stunden Takt erweitern
  5. Aufnahme der statischen Fahrplandaten aller ÖPNV-Betriebe sowie der Live-Standorte aller Fahrzeuge des Landkreises (Stadtbusse etc.) in die MVV-App 
Alpenbus

Gerade auch der Verkehrsbedarf, insbesondere für Pendler, der großen Unternehmen in der Region macht die Forderung nach einem Ost – West Linienbusverkehr, der die Zentren Miesbach – Wolfratshausen – Penzberg – Weilheim – Schongau (evtl. noch Einbeziehung von Bad Tölz und Murnau) deutlich.

Förderung von neuen Mobilitätsdienstleistungen
  1. Einrichtung von Haltepunkten, Warteplätzen und Mitfahrerbänken (zur Nutzung von Mitfahrgelegenheiten)
  2. Car-Sharing, z.B. Einrichtung von Car-Sharing-Parkplätzen
  3. Ride-Pooling (Rufbussystem). Nach dem Vorbild einzelner Kommunen – wie z . B. das Projekt Murnau – soll im Landkreis ein Rufbussystem in Ergänzung zu den Bus- und den Bahnlinien mit entsprechender Taktung eingeführt werden.
  4. Ehrenamtlich betriebener Bürgerbus als Ergänzung zum regulären Busverkehr.
Radwegenetze

Der Landkreis Weilheim-Schongau hat ein Radwegekonzept für Alltagsfahrten verabschiedet. Wir machen uns stark für die Umsetzung dieses Konzepts, das im Wesentlichen zusammenhängende und durchgängige Radwege entlang von Nord-Süd- und Ost-West-Korridoren vorsieht.

Park&Ride

Schaffung von genügend Stellplätzen an allen Bahnstationen.

Elektromobilität

Es ist zu erwarten, dass der Bedarf nach und die Verbreitung von Elektrofahrzeugen in den nächsten Jahren stark zunimmt. Dem steht eine bisher schwache Infrastruktur an Ladestationen gegenüber. Wir wollen, dass der Landkreis den Bestand an Ladeinfrastruktur ermittelt, einen Bedarfsplan erstellt und die planungsrechtlichen Voraussetzungen für Private, Unternehmen und Tankstellenbetreiber beim Aufbau von neuen Stationen schafft.

Entlastungsstraßen

Wir setzen uns ein, die für das Stadtgebiet Weilheim im Bundesverkehrswegeplan 2030 geplante Entlastungsstraße unterirdisch zu führen. Einen oberirdischen Verlauf lehnen wir ab. Es ist nicht mit den Grundsätzen des Umwelt- und Naturschutzes sowie dem Ziel, Flächeneinsparung zu betreiben, vereinbar, im Osten oder Westen von Weilheim Flächen für dieses Straßenbauprojekt zu verbrauchen. Sowohl das im Osten gelegene Naherholungsgebiet Gögerl als auch das im Westen gelegene Weilheimer Moos sind schutzwürdig. Ebenso ist anzunehmen, dass eine städtebauliche Entwicklung Weilheims maßgeblich Richtung Osten/Südosten erfolgen wird, so dass eine Trasse in absehbarer Zeit mit der Wohnbebauung kollidieren würde. Nur ein unterirdischer Trassenverlauf als Tunnel in bergmännischer und auch in offener Bauweise ist nachhaltig und zeitgemäß.

Breitbandausbau und Mobilfunk

Der ländliche Raum erbringt wichtige und vielfältige Produktions- und Dienstleistungen für die Bevölkerung. Um diesem Anspruch auch weiterhin gerecht werden zu können, ist der Zugang zu einem flächendeckenden, hochleistungsfähigem Breitband- und Mobilfunknetz von größter Wichtigkeit.

Das Mobilfunknetz im Landkreis ist sehr unzureichend mit mobilem Internet ausgestattet und entsprecht nicht den heutigen Standards.

Warum die Förderung von Datennetzen wie Breitband und Mobilfunk?

  1. ist der umweltfreundlichste Verkehr derjenige, der erst gar nicht entsteht. Nur schnelle und zuverlässige Netze bewegen Unternehmen in verteilte Standorte (Zweigstellen oder Niederlassungen) auch auf dem Land, sowie in Home Offices und Co-Working-Spaces zu investieren. Deshalb fordern wir, Funklöcher zu schließen und fehlende Breitbandanbindungen an Haushalte und Gewerbe zu ergänzen.
  1. steigert es ganz einfach die Attraktivität des Bus- und Bahnverkehrs, wenn Passagiere während der Fahrt über schnelle Datennetze kommunizieren können. Ein gezielter Ausbau von 4G und 5G an den Nahverkehrsstrecken kann der Landkreis über einen Aktionsplan unterstützen.
  1. dürfen wir den technologischen Anschluss nicht verlieren. Vollautomatisiertes und autonomes Fahren darf nicht nur in Metropolen zur Realität werden.
  1. ist für viele Unternehmen und Hidden Champions im Landkreis eine flächendeckende, hochleistungsfähige Mobilfunk- und Breitbandversorgung unerlässlich. Sie wird für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg dringendst benötigt. Außerdem ist auch die moderne Landwirtschaft auf hohe Bandbreiten und geringe Latenzzeiten angewiesen.

Ziel ist der flächendeckende Ausbau der Glasfaserstruktur im Gigabit-Bereich sowie des Mobilfunks in 4G und bedarfsgerecht in 5G.

Bauen und Wohnen

Der Großraum München ist seit jeher von einer prosperierenden wirtschaftlichen Entwicklung geprägt, die mit einem enormen Bevölkerungswachstum einher geht. Der durch den Zuzug entstehende Druck auf den Wohnungsmarkt hat schon in der Vergangenheit zu hohen Immobilien- und Mietpreisen und sozialen Verwerfungen geführt. Es ist absehbar, dass sich diese Entwicklung ungebrochen in die Zukunft fortsetzt. Der Trend wird sogar dadurch noch verstärkt, dass wegen der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank massiv Vermögen in den Immobilienerwerb fließt.

Der Landkreis Weilheim-Schongau kann sich dieser Entwicklung aufgrund seiner Nähe zu München nicht verschließen. Der Druck auf den Immobilienmarkt verlagert sich in unseren Landkreis, die Nachfrage nach Wohnraum steigt, ebenso steigen die Preise. Besonders einheimische, junge Menschen und Familien haben es schwer sich in ihrer Heimat Wohnung oder Haus leisten zu können.

Die Regionalplanung trägt der Bedeutung des Landkreises Rechnung, indem sie die Stadt Weilheim zum Oberzentrum erklärt hat. Die Verkehrsanbindung nach München ist gut, die Nahversorgung gewährleistet. Damit entsteht die Notwendigkeit und die große Aufgabe für die Kommunen des Landkreises, auch für ausreichend Wohnraum zu sorgen.

Wir setzen uns dafür ein, dass die Genehmigungsprozesse von Flächennutzungsplänen, Bebauungsplänen und Bauanträgen beschleunigt werden.

Bezahlbarer Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten kann nur durch Ausweisung von Bauland entstehen. Dazu ist in bestehenden Siedlungsgebieten eine Nachverdichtung zwingend.

Wir fordern die Ausweisung neuer Wohnbaugebiete.

Kommunale Grundstücke sollten möglichst als Bauland ausgewiesen und dem Immobilienmarkt zugeführt werden. Dies kann durch Veräußerung oder durch Erbpachtverträge geschehen. Wir fordern die Kommunen dazu auf, ihre eigenen Wohnbaugesellschaften durch personelle Aufstockung zu vergrößern, damit insbesondere der soziale Wohnungsbau ausgeweitet wird.

Weiterhin fordern wir die Gemeinden auf, Einheimischenmodelle auf den Weg zu bringen. Wir wollen, dass das Landratsamt die Gemeinden hierbei rechtlich berät.

Digitales Landratsamt / Digitale Stadt

Online-Bestellungen und Reklamationen im Internet, digitale Überweisungen und Rechnungsstellung, E-Mail- und Chat-Kommunikation mit Kundenberatern, Verbraucher und Unternehmen sind es seit langem gewohnt, auf Papierformulare und Briefverkehr zu verzichten. Wir wollen, dass die Kommunen es der freien Wirtschaft gleich tut und den Bürgern die Möglichkeit gibt, sämtliche Behördengänge, Antragsstellungen, Eingaben und Schriftverkehr auf elektronischem Weg erledigen zu können. Das hilft allen, Papier, Brief, Porto und vor allem Zeit einzusparen. Unnötige Wege werden vermieden und die Umwelt wird geschont.

Immer häufiger werden Online-Dienste, elektronische Transaktionen und Kommunikation ausschließlich über mobile Endgeräte erledigt. Wir fordern, das Weilheim-Schongau eine mobile App bekommt, über die der Bürgerservice abgewickelt wird. Die App kann auch von Gemeinden des Landkreises genutzt werden, um weitere kommunale Leistungen anzubieten und lokales Gewerbe einzubinden (z.B. den Dorfladen).

Über die mobile App können auch Mobilitätsangebote wie Rufbus, Car-Sharing und Bürgerbus abgerufen werden.

Sämtliche Ansprechpartner und Postfächer für Bürgerangelegenheiten des Landkreises müssen über Ende-zu-Ende-verschlüsselte elektronische Post erreichbar sein.

Wir fordern für Mitarbeiter des Landratsamtes die Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten.

Zur Stärkung der demokratischen Teilhabe und zur Förderung von Transparenz in Politik und Verwaltung fordern wir die audio-visuelle Liveübertragung und Archivierung von Kreistags- und Ausschusssitzungen im Internet und insbesondere in sozialen Medien.

Wirtschaftsförderung und Fachkräftegewinnung

Wir befürworten eine aktive Wirtschaftsförderung von Kommunen und Landkreis in Zusammenarbeit mit Gewerbe- und Unternehmerverbänden. Bei Ausweisung neuer Gewerbegebiete ist das Anbindungsgebot einzuhalten. Wir fordern die Kommunen auf, Leerstandsmanagement in Zusammenarbeit mit den Gewerbetreibenden zu führen. Um unser Gewerbe bestmöglich zu unterstützen, fordern wir die Prüfung der kommunalen Gewerbesteuerhebesätze und gegebenenfalls – z.B. in Weilheim – eine Absenkung dieser.

Wir unterstützen den Aufbau von Gründerwerkstätten und -zentren zur Förderung von Jung-Unternehmern und Start-Ups im Landkreis.

Die Gründung einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft unter maßgeblicher Beteiligung des Landkreises und ggf. in Zusammenarbeit mit benachbarten Landkreisen soll schnellstmöglich in Betracht gezogen werden.

Gemeinsam mit den Unternehmen, Handwerksbetrieben und Freien Berufen im Landkreis soll die Wirtschaftsfördergesellschaft bzw. der Landkreis unter Hinweis auf die hohe Lebensqualität unserer Region eine Initiative zur Anwerbung von Fachkräften starten.

Krankenhausentwicklung und medizinische Versorgung

Vordringlich:
Wir fordern die möglichst schnelle Einrichtung der Geburtshilfestation in Weilheim. Die Hebammen müssen unterstützt werden.

Der LOI (Letter of Intent) als Absichtserklärung der Kooperation zwischen unserer „Krankenhaus GmbH des Landkreises Weilheim-Schongau“ mit dem „Klinikum München rechts der Isar“ der Technischen Universität München muss schnellstmöglich in allen Facetten umgesetzt werden. Hiermit ergeben sich attraktive Möglichkeiten des Wissenstransfers und die Chance in Forschung und Lehre noch wettbewerbsfähiger zu werden und die in den letzten Jahren bereits erzielten Fortschritte weiter auszubauen. Nicht nur die bereits eingesetzte neueste Technik bis hin zur Robotik, sondern auch die Fürsorge für die Patienten und die Mitarbeiter sind gute Voraussetzungen   dafür, dass der Landkreis sich hin zu einer Gesundheitsregion entwickelt. Anzustreben wäre längerfristig eine Kapitalbeteiligung des Klinikums München rechts der Isar an unserer Krankenhaus GmbH um die Kapitalbasis zu verbreitern und um die Zusammenarbeit zu festigen.

In Zusammenarbeit mit den Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und den ansässigen Ärzten wollen wir eine Initiative zur Verbesserung und Aufrechterhaltung der ärztlichen und fachärztlichen Versorgung starten.

Hallenschwimmbad

Der Schwimmunterricht ist – aufgrund der Vorgaben der Lehrpläne an den Schulen – kommunale Pflichtaufgabe. Schwimmen fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen. In unserer Kreisstadt Weilheim, welche Oberzentrum ist, muss ein Hallenschwimmbad für die Schulen und Vereine existieren.

Bildung / Schulen

Wir befürworten den weiteren Ausbau von Ganztagsschulen im Landkreis Weilheim-Schongau. Eine vordringliche Aufgabe ist die Absicherung der Nachmittags-Betreuung bis 2025 nach gesetzlicher Vorgabe.

Der Reduzierung bis hin zum Ausfall des naturwissenschaftlichen Unterrichts an Realschulen des Landkreises ist nicht hinnehmbar. Hier muss sofort Abhilfe geschaffen werden, denn dies vermindert insbesondere die Chancen des in unserer Region recht rege gefragten Berufsbilds des Chemikanten.

Hochschule

Wir fordern die Ansiedlung einer Hochschuleinrichtung im Landkreis in enger Zusammenarbeit mit den Unternehmen im Landkreis. Die Erkenntnisse der jüngsten Ermittlung von Statista/Handelsblatt zeigen, dass die Zahl der Hochschulen in den ländlichen Räumen stetig und deutlich zunehmen.

Die Zahlen liegen vor und müssen entsprechend gewürdigt werden, sowie die auch vorliegende Analyse zur Wirtschaftsentwicklung im südlichen Oberbayern. Daraus ergibt sich, dass eine Hochschule in unserer Region die wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung stark befruchtet

Natur- und Umweltschutz

Wir treten für die Förderung von Biodiversität, Artenschutz und -vielfalt im gesamten Landkreis ein.

Kartierung und Schutz der Moore ist von besonderer Bedeutung für die Treibhausgasbilanz.

Landwirtschaft

Wir setzen uns für eine nachhaltige und technologisch offene Landwirtschaft ein. Herkömmliche und ökologische Landwirtschaft sind gleichberechtigt.

Unterstützung der weiteren Verbreiterung der in der Region nachhaltig produzierten Lebens-/Nahrungsmittel wie z.B. unter der Marke „Unser Land“ und andere Organisationen mit gleicher und ähnlicher Zielsetzung.

Wir wollen, dass der „Fairtrade“-Bewegung wo kommunal möglich Beachtung geschenkt wird.

Auch in der Landwirtschaft wird die Digitalisierung und Automatisierung eine immer größere Rolle spielen. Wir helfen ihr, indem der Landkreis sich um einen flächendeckenden Ausbau des Mobilfunknetzes kümmert.

Forstwirtschaft

Der Wald im Landkreis Weilheim-Schongau hat neben wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten vor allem eine touristische Bedeutung und zunehmend auch eine wichtige Funktion bei der dringenden Bekämpfung des Klimawandels.

Wir wollen, dass die Kreisverwaltung als Fachaufsichtsbehörde dafür sorgt, bei Neupflanzungen klimarobuste Baumarten zu bevorzugen, um den Wald an sich verändernde Standortansprüche wie Wassermangel und Temperaturveränderungen anzupassen. Aufforstungen sind entscheidend, um CO2 zu binden und damit für die Reduzierung der Erderwärmung zu sorgen.

Angesichts des Stresses in den Wäldern darf, solange dieser Zustand anhält, zumindest in staatlichen und kommunalen Wäldern kein Frischholz mehr eingeschlagen werden.

Integration von Flüchtlingen

Wir treten dafür ein, die im Landkreis Weilheim-Schongau lebenden Flüchtlinge weiterhin willkommen zu heißen. Wir begrüßen und unterstützen das ehrenamtliche Engagement Aller bei der Integration dieser Menschen. Wir wollen, dass der Landkreis insbesondere bei Bildung, dualer, beruflicher Aus- und Weiterbildung, Eingliederung und Arbeitsvermittlung der Flüchtlinge aktiv unterstützt.